Robin Hayward

Tuba player, composer, researcher

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„‚Blüte‘ ist vielleicht kein Wort, das man mit Tuba in Verbindung bringen würde. Während seines Solos in der gestrigen Nacht bei der Uraufführung von Occam Ocean ließ der Tubist Robin Hayward unmöglich reiche Klangblüten aus seinem Schalltrichter aufsteigen. Es ist schwer zu beschreiben, aber der Klang, der ihm am nächsten käme, wäre der Schwung eines leichten Säbels, aber verlangsamt und durch silberne Pfeifen harmonisiert."
— Tamzin Elliott, San Francisco Classical Voice, Dezember 2019.

„Mit Words of Paradise... gelingt es Robin Hayward nicht nur, sich ein ganz wunderbares Konzept zunutze zu machen, sondern er tut dies auch mit einer rigorosen Detailgenauigkeit, die zu einer hypnotisierenden und manchmal beeindruckenden Komposition führt... Indem er sich auf eine strenge Erforschung harmonischer Details beruft, fühlt sich Words of Paradise kraftvoll forschend nach seiner Fähigkeit, sein Publikum über viele der eingefahrenen Hörweisen hinaus zu bringen, die in der überwiegenden Mehrheit der sogenannten experimentellen Musik immer noch vorhanden sind.“
— Daniel Alexander Hignell, Tonshift, März 2019. Aus der Rezension der Picture Disc Words of Paradise, die im Februar 2009 auf Edition Telemark veröffentlicht wurde.

„Tonaliens... unternehmen sohin auf vier Plattenseiten abenteuerliche Reisen ins Innerste der Musik, in ihre Eingeweide, ihren Kern, ihre Seele... Spektakulär unspektakulär, unauf- geregt aufregend. Schon wieder eine Platte des Jahres!“
— Felix, Freistil, Mai 2018. Aus der Rezension der Doppel-LP Tonaliens, im November 2017 auf Edition Telemark veröffentlicht.

„Bite of the Orange klingt sowohl seltsam vertraut als auch auffallend fremd, klar umrissen und doch voller unendlicher Möglichkeiten. Es wird oft gesagt, dass alle Musik bereits geschrieben ist. Wie die faszinierende Klangforschung von Microtub beweist, hat derjenige, der diese Behauptung aufgestellt hat, vielleicht einfach nicht tief genug gegraben"
— Tobias Fischer, Those Who Make Waves, Februar 2017. Aus der Rezension von Microtubs Microtubs Bite of the Orange LP und CD, im Februar 2017 auf Sofa veröffentlicht.

„Das Tempo ist eisig, die Kraft kolossal. All die dichten, grüblerischen Harmonien und unheimlichen Mikrotöne sind die ansprechendste Unterhaltung zwischen Nebelhörnern, die Sie dieses Jahr hören werden.“
— Marcus O'Dair, jazzwise, Februar 2017. Aus der Rezension Microtub's Bite of the Orange LP and CD, im Februar 2017 auf Sofa veröffentlicht.

„Jeder der stärksten Interpreten der FIMAV hat neuen Raum geschaffen und neue Ebenen der Resonanz erzeugt, sei es buchstäblich und physisch oder kulturell und psychologisch. Vielleicht tat dies keiner mehr als Microtub, mit Robin Hayward, Peder Simonsen und Martin Taxt, die drei der vier mikrotonalen Tuben der Welt spielen. Gemeinsam erkundeten sie Kompositionen, die mit langen Tönen einen enormen zeitlichen Raum schufen, und fanden dann in ihren seltenen Instrumenten ganz spezifische, bisher ungehörte Tonhöhenintervalle, Abstände, die das genaue Hinhören in neues Terrain führten.“
— Stuart Broomer, musicworks, Sommer 2016. Aus der Rezension einer Aufführung von Microtub am Festival International Musique Actuelle Victoriaville, Mai 2016.

„Zusammen erzeugten die drei Tuben, die im Kreis um eine geometrische Konstruktion positioniert waren, tiefe Konsonanzen, die sich nahtlos in spürbare, oszillierende Dissonanzen auflösten - harte Arbeit für ein Blechblasinstrument. Aber das Ergebnis war eine subtile, nuancierte Aufführung, voller ozeanischer Bewegung trotz der scheinbaren Stille des Stücks.“
— Suzanne Lorge, The New York City Jazz Record, Juni 2016. Aus der Rezension einer Aufführung von Microtub am Festival International Musique Actuelle Victoriaville, Mai 2016.

„Der Kontrabass, der in seinem Register mit der speziellen Auffächerung der Obertöne und der Bewegung wie ein Blasinstrument anmutet, verschlingt sich mit einer Tuba, die mit Haywards gezielter Spielart mich stark an das tibetanische Horn „Dungchen“ und auch betende, murmelnde Menschen erinnert. Diese kontemplative organische Musik wirkt aber niemals statisch oder stoisch. Es ist eine unglaublich interessante und genaue Arbeit, die die HörerInnen in eine tiefe, bewegte Ruhe versetzt. Große, große Empfehlung meinerseits, von den Katzen gar nicht zu sprechen!“
— Hirscha, Freistil, Juni 2016. Aus der Rezension der Reidemeister Move plays Borromean Rings Picture Disc, die im April 2016 bei Corvo Records veröffentlich wurde.

'...die Musik ist exquisit und strotzt vor schillernden harmonischen Effekten, die den dröhnenden Tönen einen verführerischen Reichtum verleihen.'
— Peter Margasak, Chicago Reader, Mai 2016. Aus der Rezension auf der im April 2016 auf Important Records veröffentlichten Stop Time CD

„Microtub... führen Werke auf, die auf Haywards Tuning Vine (Stimmungsrebstock basieren, einem mathematisch entwickelten mikrotonalen System, das er entwickelte, nachdem er versucht hatte, die verschiedenen Obertöne, die sich im Inneren seiner Tuba befinden, visuell darzustellen. Wie auch immer es zustande kam, ist die Musik auf den beiden Spuren des Star System äußerst schön. Das tiefe Dröhnen der drei sorgfältig gestimmten Instrumente schnurrt lange, sich überlagernde Tonlinien, die fast wie undurchsichtige Schichten übereinander sitzen, bis die Körperlichkeit der menschlichen Atmung und die allmählichen Verschiebungen in Haywards Komposition ein Gefühl des Flusses einführen. Der Effekt ist ein zartes und doch kräftiges Dröhnen, das dicker und dünner wird wie ein massiver Blasebalg, der nach innen und außen entspannt.“
- Richard Pinnell, The Wire, Februar 2015. Aus der Rezension der in 2014 auf Sofa veröffentlichten Star System LP.

„Was zählt, ist der Klang der Töne und ihre Obertonentwicklung, wenn die Töne mit dem auralen Spielraum interagieren. Das Stück erzeugt unheimliche Harmonien über ein System von Mehrfachspuren, das dem Werk eine akustisch-elektrische Atmosphäre und Fülle verleiht. Alles in allem ist dies eine Musik, die ihren eigenen Raum schafft. Und man muss die theoretischen Grundlagen, die dem Werk zugrunde liegen, nicht vollständig oder auch nur teilweise verstehen, um die erzeugten Klangbilder zu schätzen. Letztlich ist hier eine klangliche Poetik im Spiel. Hayward hat seine eigene Art von Strenge, die wir um ihrer Existenz willen schätzen können - und dann beiseite legen und die Musik in ihrer vollen Ausprägung schätzen. Es ist eindringliche und bewegende Musik!“
- Grego Applegate Edwards, Gapplegate Classical-Modern Music Review, Juli 2014. Aus der Rezension der in 2014 auf Pogus veröffentlichten Nouveau Saxhorn Nouveau Basse CD.

„...wenn die drei Werke hier zum Teil aus mathematisch abgeleiteten grafischen Partituren stammen, ruft ihre Realisierung eine Sinnlichkeit und menschliche Note hervor, die die geschriebenen Kompositionen nicht voraussetzen. Bei "Plateau Square", einem Werk, das auf Primzahlen basiert, sendet Hayward geschickt mehrere Signale von den verschiedenen Tönen dieser einzigartigen mikrotonalen Tuba an separate Lautsprecher, wodurch das Gefühl entsteht, dass mehrere Instrumente herrlich satte Basstöne übereinanderlegen. ‚Travel Stain‘ setzt dasselbe tiefe Rumpeln gegen eine sanft gezupfte Gitarre, und der Titeltrack des Albums nutzt wieder mehrere Lautsprecher, um ein dichtes Feld zu erzeugen, diesmal als Hommage an gescheiterte mikrotonale Experimente des Instrumentenbauers Adolphe Sax'
- Richard Pinnell, The Wire, Juli 2014. Aus der Rezension der in 2014 auf Pogus veröffentlichten Nouveau Saxhorn Nouveau Basse CD.

„...dabei erwies sich Hayward als die eigentliche Sensation. Er spielte sein schwerfälliges Instrument so wendig, dass es eine wahre Lust war, ihm zuzusehen und zuzuhören.“
- Rolf Thomas, Frankfurter Allgemeine Zeitung, März 2014.Aus der Rezension einer Aufführung mit Arnold Dreyblatts Orchestra of Excited Strings am Berghain, Berlin.

„Haywards Klänge bleiben als Wesen in unserer Welt, ihre Existenz steht in direktem Zusammenhang mit ihrer Möglichkeit, entdeckt und hörbar gemacht zu werden, so dass sie in den Bereich des sozialen Austauschs eintreten können, in ein Schema, in dem sie sowohl den Raum als auch die Köpfe (und Herzen, etc etc) besetzen können. Man kann Mikro-Variationen hören, Klänge (hier keine Noten) an der Grenze der Wahrnehmung. Alvin Lucier kommt mir als mögliche Inspiration in den Sinn.“
- Marlo Gamba, Il Manifesto, April 2011. Aus der Rezension einer Aufführung mit Roberto Fabbriciani in Arezzo.

„Vor allem der Brite Robin Hayward machte im Ensemble klar, warum er als einer der weltbesten Tuba-Virtuosen gilt: Mal nutzte er das Instrument als eine Art Hallraum, mal entlockte er ihm die stotternden Geräusche eines fehlgezündeten Schiffsdiesels, dann wieder Pferde-Gewieher oder auch mal einfühlsame traditionelle Klänge. Unfassbar, dass das Ohne Elektronik möglich war!“
- Tim Hofmann, Freie Presse Chemnitz, Oktober 2010. Aus der Rezension einer Aufführung mit KNM Berlin.

„(Haywards)... Erweiterung der musikalischen Sprache der Tuba ist dramatisch, mit einem sicheren Gefühl für Form und Bewegung, das sowohl musikalisch wirksam als auch akustisch faszinierend ist“
- Julian Cowley, The Wire, Februar 2010. Aus der Rezension der in 2019 auf Choose veröffentlichten States of Rushing LP / CD.

„Als Ergebnis akademischer Forschungen des Autors zur Akustik von Blechblasinstrumenten veranschaulicht States of Rushing die Erforschung eines außergewöhnlichen Komponisten in einem zu wenig erforschten Bereich der Musik... Die sieben Stücke seines erstaunlichen Albums wagen sich auf das avantgardistische Territorium mikrotonaler Musik und extremer Klänge (Mikroklänge, Infraklänge) mit einer Kraft, die uns über die Physik des Klangs als Metapher für die buchstäblich physische Beteiligung des Künstlers an seiner Komposition nachdenken lässt. Das Ergebnis ist eine "Musik", die sowohl an die ersten Experimente der konkreten Musik als auch an die weniger akademischen der Industrial-Musik der 1980er Jahre erinnert. Sicherlich eine der erstaunlichsten Platten des Jahres.“
- Maxence, Musicareaction, 2010. Aus der Rezension der in 2019 auf Choose veröffentlichten States of Rushing LP / CD.

„Robin Hayward, ein außergewöhnlicher Tubaspieler, bot eine fesselnde Interpretation von Luigi Nonos Nach-Prae-Ludium per Donau.“
- Steve Smith, The New York Times, November 2007. Aus der Rezension einer Aufführung von Luigi Nonos Post-Prae-Ludium per Donau im Carnegie Hall.